Die beiden ostschweizerischen Vereine AeCOs und IGOL arbeiten eng zusammen.

Flugplatzhalter, Regierung des Kt. GR, Architekten und direkt Involvierte haben über den Stand des Projektes zur Verbesserung der Infrastruktur des Flugplatzes Samedan informiert.

Gestützt auf den grossen Zuspruch von über 80 % der Stimmbürger an der Regionalen Abstimmung vom 26.03.2017 ist das Projekt für die erste Etappe (CHF 22 Mio) weiterentwickelt worden. Ausschlaggebend für die grosse Zustimmung in der Bevölkerung ist die Einsicht, dass der Flugplatz bedeutend für den Bestand und die Weiterentwicklung des Tourismus im Oberengadin ist. Die Planung sieht vor:

  • 2019, Winteranfang, Aktivierung des GNSS-Verfahrens für LSZS
  • 2020, Mitte Jahr soll mit dem Bau begonnen werden können, nachdem notwendige Detailabklärungen, Vorbereitungen und die Bewilligung des Baugesuches abgeschlossen sein sollten.

Der anschliessende, detaillierte Text stammt von Markus Kirchgeorg, Präsident Sektion Engadin des AeCS, sowie die zur Verfügung gestellten Unterlagen als Beilage. Bericht dazu in der Südostschweiz mit Interview des Regierungsrates Mario Cavigelli.

Weitere LINK dazu:   www.engiadinota.ch/Flughafen/
                                    
www.engiadinota.ch/Aktuelles/

    

 Studie für einen Ausbau in Etappen                Empfangs und Abfertigungshalle

 

Text. Markus Kirchgeorg, Präsident Sektion Engadin des AeCS

Eines der schönsten Flugziele Europas ist das Engadin. Nicht mehr so schön dort ist der Flughafen Samedan LSZS - die Gebäude sind teils bald 100 Jahre alt. Ein wichtiger Teil der Infrastruktur soll sich bald deutlich verbessern: Der Flughafen wird neu gebaut.

Hierüber orientierte die Infrastrukturunternehmung Regionalflughafen Samedan als Land- und Bauteneigentümerin in einer öffentlichen Veranstaltung am 27. August 2018.

Berichtet wurde über das Ergebnis des Planungswettbewerbes für den Neubau in der Kernentwicklung, welchen das Architekturbüro Hosoya Schäfer aus Zürich gemeinsam mit Blarer & Reber Architekten AG in Samedan für sich gewinnen konnten. Beide Büros konnten in Kooperation punkten, da sie bereits seit bald zehn Jahren schon mit dem seinerzeit nicht realisierten Projekt an der Front waren. Diesmal sieht es viel besser aus. Das Projekt überzeugt mit einer höchst funktionalen und flexiblen, damit kostengünstigen und dennoch ästhetischen Ausgestaltung. Dennoch sind eine Fülle an genehmigungstechnischen Hürden zu nehmen.

Nachdem der Studienauftrag abgeschlossen ist läuft bereits parallel das neue SIL-Verfahren, das Plangenehmigungsverfahren der REGA sowie das Änderungsverfahren des Betriebsreglementes von LSZS. Gestartet werden nun Vorprojekt und Bauprojekt, wo in der Kernentwicklung CHF 22 Mio. investiert werden sollen. Wenn alles gut geht erwartet man die Baugenehmigung zur Kernentwicklung im Juni 2020.

Diverse Baudetails sind kritisch und werden sicher überprüft werden müssen. So ist derzeit in der Kernentwicklung keine Erweiterung des Apron vorgesehen - der enge Flaschenhals zur Parkierung der Flugzeuge in der Hochsaison im Winter. Dies wird derzeit erst mit der sogenannten Weiterentwicklung geplant. Weiterhin steht das Projekt für die Hangarierung der Flugzeuge mit allfälligen Abrissen alter Hangars, Neubauten und Erweiterungen an Hangars auch noch nicht zwingend im Lastenheft. Eine erste Etappe Hangarierung steht erst in der Weiterentwicklung. Ob der mögliche Ausbau 1 und ein Ausbau 2 jemals realisiert werden ist heute nicht abzusehen. Aber ein wichtiger Fortschritt ist gemacht und darüber freuen sich alle Engadin-Flieger.

Details zum Bauprojekt sind öffentlich - Ihr findet diese unter www.engiadinota.ch/Aktuelles mit diversen hilfreichen Downloads. Dort findet Ihr die derzeitigen Pläne des Neubaus. Vorsicht: Die Kernentwicklung ist kleiner, gezeigt wird der mögliche Endausbau mit den Etappen Kernentwicklung, Weiterentwicklung, Ausbau 1 und Ausbau 2.

Politisch wird es sehr wichtig sein sicherzustellen, dass die für die Flieger entscheidenden Themen - genügend Platz auf dem Apron und genügend Platz, die Flugzeuge vor Schnee und Eis im Hangar zu schützen - von Anfang an mit gelöst werden. Sonst steht zu befürchten, dass die Politik das Thema mit einem ersten Bauschritt als erledigt abhakt bevor die aviatisch entscheidenden Funktionen auch wirklich funktionieren. Denn das öffentliche Ziel ist klar: Wir wollen mehr Gäste im Engadin und dafür haben die Stimmbürger ein erstes, klares "Ja" gegeben.

Weitgehend separiert von diesem Bauprozess rechnen wir mit der Aktivierung des GNSS-Verfahrens für LSZS zu Winteranfang 2019.

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